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Der KEI als magische Formel? Nein, natürlich nicht! Aber irgendwie schon. Hier werden alle Geheimnisse gelüftet.

Der KEI – Keyword Efficiency Index – Definition

KEI steht für Keyword Efficiency Index. Der KEI wurde von dem SEO Experten Sumantra Roy entwickelt. Wie der Name schon sagt versucht der KEI die Effizienz eines bestimmten Keywords zu definieren. Dabei wird das Suchvolumen in das Verhältnis gestellt zur Konkurrenz des Keywords. Wenn im Folgenden von einem Keyword die Rede ist, können auch sog. Long-Tail Keywords, also Keywords Kombinationen mit mehreren Wörtern, gemeint sein.

Der KEI – Keyword Efficiency Index als grundlegender Bestandteil der Google Keywordanalyse

Der KEI ist ein wichtiger Bestandteil des Analyse Prozesses der Google Keywordanalyse. Die Keywordanalyse umfasst die folgenden Schritte:

  1. Ausarbeiten einer Longlist an relevanten Keywords mit auf Basis einer umfangreichen Keyword Recherche
  2. Priorisierung der Keywords mit Hilfe von verschiedenen Kennzahlen: Suchvolumen, Konkurrenz, KEI – Keyword Efficiency Index, aktuelles Ranking der Website bei Google, CTR (falls Google Adwords Kampagne vorhanden), Typ der Suchanfrage (informationalen vs. transaktionelle Suche)
  3. Reduzierung der Longlist auf eine Shortlist. Dabei werden Fokus Keywords und Schwellen-Keywords definiert, die Grundlage aller weiteren SEO Optimierungsmaßnahmen der Website sind.

Für die Reduzierung der Keywords von der Longlist auf eine Shortlist und die Priorisierung ist der KEI Index wohl die bedeutendste Kennzahl. Daher sollte dieser sorgfältig berechnet werden.

Hier der Auszug einer Keywordanalyse für einen Optiker der exklusive Designerbrillen in Düsseldorf anbietet als Beispiel. Auf diese werde ich mich in den folgenden Ausführungen als Beispiel beziehen.

Die Berechnung des KEI – Keyword Efficiency Index

Grundsätzlich der KEI Index das Ergebnis der Berechnung des Verhältnisses von Suchvolumen und Konkurrenz für ein bestimmtes Keyword. Daraus ergibt sich zunächst folgende Formel:

Kei Index Formel

Soweit, so einfach. Damit kommt auch ein Fünftklässler gut klar. Komplizierter wird es, wenn wir in die Feinheiten und die Realisation gehen.

Für die Formel brauchen wir die Variablen Suchvolumen und Konkurrenz. Genau kann aufgrund dieser Variablen kann das Ergebnis der Berechnung des KEI Index variieren und verschiedene Ergebnisse liefern.

Das Suchvolumen – die Definition und Datengenerierung

Das Suchvolumen (gleich die Suchhäufigkeit) ist die Anzahl der Suchen eines bestimmten Keywords in einem definierten Zeitraum bei Google. Die beste Quelle für das Suchvolumen ist der Google Keyword Planer.

Keyword Planer exact

Laut Google Keywordplaner wurde das Wort „Markenbrillen“ im Durchschnitt 1000-mal pro Monat gesucht.

Leider gibt es mit Generierung des Suchvolumens mit Hilfe des Keyword Planer ein Problem: Seit August 2016 werden für AdWords-Konten mit geringem oder gar keinem aktiven Kampagnenbudget die Daten streng limitiert. Man erhält in diesen Fällen je Keyword nur noch Grobangaben zum Suchvolumen. Diese ungenauen Daten sind für eine Keyword Recherche weitestgehend unbrauchbar.

Google Keywordplaner grobe Daten

Ohne laufende Google Adwords Kampagne zeigt der Keywordplaner eine Spanne von 1.000 bis 10.000 durchschnittliche Suchanfrage pro Monat an. Diese Daten sind für die Ermittlung des KEI unbrauchbar.

Wenn Du also keine Kampagne oder nur eine Kampagne mit geringem Budget verwaltest, brauchst Du eine Alternative.

Die Alternativen zum Google Keyword Planer

Es gibt einige kostenlose und kostenpflichtigen Alternativen zum Google Keyword Planer. Ich werde hier die besten Alternativen aufzeigen und das Ergebnis dieser Tools am Beispiel des Keywords „Markenbrillen“ zeigen.

et-

Der Keyword Finder als kostenlose Alternative

Der Keyword Finder von mangools ist eine gute Alternative zum Google Keyword Planer. Das Ergbnis aus diesem Tool ist häufig dem Ergebnis des Keyword Planer sehr ähnlich. Auch wird das monatliche Suchvolumen der letzten 12 Monate für das Keyword ausgegeben. Zudem liefert der Keyword Finder die Kennzahl „SEO Difficulty“: Basierend auf Daten des SEO Ranks und der Domain Authority von Moz wird angezeigt, wie groß der SEO Wettbewerb auf der ersten Suchergebnisseite ist und kann als Indikator für den Wettbewerb genutzt werden. Zudem wird der CPC (Cost-per-Click) bei Google Adwords angezeigt.

kw Finder Ergebnis

Das Ergebnis aus dem KWfinder ist mit 774 dem Ergebnis des Google Keywords Planer (1000) recht ähnlich.

Fazit
Der Keywordfinder ist sicher eine der besten kostenlosen Alternativen zum Google Keywordplaner. Die Ergebnisse der Suchhäufigkeiten sind recht ähnlich. In der kostenlosen Version sind 5 Keyword-Abfragen pro 24 Stunde und 50 verwandte Keywords pro Keyword-Abfrage für die Keyword Recherche enthalten. Die kostenpflichtige Version startet bei € 26 / Monat und bietet 100 Keyword-Abfragen pro 24 Stunde und 200 verwandte Keywords pro Keyword-Abfrage für die Keyword Recherche. In der kostenpflichtigen Version ist der Keywordfinder eines von vier SEO Modulen, wie einem Ranktracker, einer Wettbewerber- und Backlink-Analyse.

Kostenpflichtige SEO Tools

Es gibt einige kostenpflichtige SEO Tools, die die Daten für die Keywordanalyse per Schnittstelle aus dem Google Keywordplaner importieren. Der Vorteil dieser Tools ist, das diese meist mehr und übergreifende Funktionen und bieten und somit viel Arbeit mit Tabellen ersparen. Wer also regelmäßig Keywordanalysen durchführt, da er/sie zum Beispiel redaktionelle Texte oder Blogbeiträge für eine Website verfasst, sollte über ein kostenpflichtiges Tool nachdenken. Mir fällt da natürlich direkt das Mister SEO Tool ein (ein bisschen Eigenwerbung muss auch mal sein 😉 ), das neben der Keyword Recherche, Module zur Onpage- und Offpage Optimierung beinhaltet.

Die Konkurrenz – Definition und Datengenerierung

Als Indikator für die Konkurrenz wird häufig die Anzahl der Suchergebnistreffer für das Keyword bei Google herangezogen. Der Nachteil dieses Wertes ist, dass dieser zwar die quantitative Konkurrenz des Keywords zeigt, aber wenig über die qualitative Konkurrenz aussagt. Sucht man nach einem Keyword, gibt Google alle Seite aus, die das Keyword in irgendeiner Form beinhalten oder die von Google aufgrund andere Kriterien, wie Backlinks, als relevant für diese Keywords gewertet werden. Möchte man einen qualitativen Faktor für die Bewertung der Konkurrenz eines Keywords einfließen zu lassen, macht es Sinn fortgeschrittene Google Operatoren zu nutzen.

Konkurrenzanalyse mit fortgeschrittenen Suchoperatoren

Mit dem Suchoperator intitle:“Keyword“ erhält man alle Seiten, die das Keyword im Title haben. Das ist ein Indikator dafür, dass diese Seiten auf das Keyword optimiert wurden.

Ergebnis der Google Suche mit intitle: Markenbrillen

Keywordanalyse mit KEI Index mit intitle:Markenbrillen

Den Einsatz der Google Suchoperatoren kann man nun noch weitertreiben. So liefert die Google Suche mit den Suchoperatoren intitle:“Keyword“ inurl:“Keyword“ intext:“Keyword“ alle Websites als Ergebnis, die Das Keyword im Title, in der URL und im Text haben. Als dies sind typische Zeichen für eine SEO optimierte Seite.

Ergebnis der Google Suche mit intitle: Markenbrillen, inurl: Markenbrillen, intext: Markenbrillen

Keywordanalyse mit KEI Index mit intitle:Markenbrillen, inurl:Markenbrillen, intext:Markenbrillen

Der Kalkulation des KEI mit fortgeschrittenen Google Suchoperatoren als Indikator für den Grad der Suchmaschinenoptimierung der Konkurrenz ist auf jeden Fall sinnvoll, da das Ergebnis aussagekräftiger für die Keywordanalyse ist. Ein Nachteil ist der höhere Aufwand der Datengenerierung. Für eine lange Liste jedes Keyword mit Suchoperatoren bei Google von Hand zu suchen ist sehr aufwendig. Mit einigen Tools lassen sich die Zahlen für mehrere Keywords aus Google generieren. Allerdings akzeptiert Google nur eine begrenzte Anzahl von Suchanfragen (Scraping) von einer IP Adresse. Das lässt sich zwar mit externen VPN Servern umgehen, ist aber mit technischem Wissen und Aufwand verbunden.

Tools zur Ermittlung des KEI Index mit Google Suchoperatoren

Im Folgenden stelle ich zwei SEO Tools vor, die die Ermittlung des KEI Index mit Google Suchoperatoren vereinfachen.

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SEOTools for Excel

Das Plugin SEOTools for Excel macht die klassische Tabellenkalkulation Excel zu einem starken SEO Tool. Mit sogenannten Connectors kann dann Excel per API auf verschiedene SEO Tools und auch auf Google zugreifen. Der Connector Offpage.GoogleResults zieht die Anzahl der Suchergebnistreffer für die Keywords aus Google.

Neben dieser Anwendung bietet die Erweiterung für Excel viele weitere Funktionen zur Onpage- und Offpage Optimierung.

Der Rank Tracker der SEO Powersuit

In Vergleich zu anderen SEO Tools bietet das Modul Rank Tracker der SEO Powersuit sehr gute Möglichkeiten zur Ermittlung des KEI Index mit vielen verschiedenen Google Suchoperatoren. Dazu ist das der Rank Tracker optimal für die Keyword Recherche und das Rank Monitoring.

Die SEO Powersuit umfasst weitere Module, wie den Website Auditor, das SEO Spyglass und den Link Assistant. Auch diese Module haben viele wertvolle SEO Funktionalitäten, so dass die Macher das Tool sicher mit Recht als all in one easy-to-use toolkit bezeichnen.

Konkurrenzanalyse mit dem CPC aus Google Adwords

Einige Tools nutzen den Wert „Wettbewerb“, den der Keyword Planer für Keywords als Parameter für die Höhe des Wettbewerbs eines Keywords ausgibt. Laut Google Adwords ist „Wettbewerb die Anzahl der Werbetreibenden, die Gebote für das jeweilige Keyword abgegeben haben, im Verhältnis zu allen Keywords bei Google“. Die Idee dahinter ist wohl, dass Keywords für die ein hoher Wettbewerb bei Google Adwords besteht auch im SERP umkämpft sind. Dieser Korrelation stimme ich nur begrenzt zu, da der Adwords CPC (cost per click) keinerlei Aussage über den quantitative und qualitativen Wettbewerb eines Keywords macht. Insbesondere für Longtail-Keywords ist der CPC als Wettbewerbsindikator nicht brauchbar. Ein Longtail-Keyword wie „Markenbrillen in Düsseldorf kaufen“ hat sicher einen hohen CPC, da das Keyword „Markenbrillen“ in vielen Google Adwords Kampagne als weitgehend passend definiert wird und somit der CPC für die ganze Keyword-Kombination recht hoch ist. Dennoch kann der Wettbewerb Im SERP für ein derartiges Keyword niedrig sein. Ein weiteres großes Problem ist, dass die Defintion des Wettbewerbs in Google Adwords lediglich als hoch (1), mittel (0,66) und neidrig (0,33) definiert werden. Das ist naürlich viel zu grob und lässt eine detaillierte Bewertung des Wettbewerbs nicht zu. Somit ist der Wert „Wettbewerb“ aus dem Keywordplaner für die Errechnung des KEI kaum brauchbar.

Hier das Ergebnis der beispielhaften Keywordsanalyse, wenn der Wert „Wettbewerb“ des Keyword Planer zugrunde gelgt wird.

Keywordanalyse Basis Wettbewerb Keyword Planer

Man sieht, dass das Ergebnis stark von den Ergebnissen der Keywordanalysen mit KEI auf Basis der Anzahl der Google Suchergebnistreffer (mit und ohne Google Suchoperatoren) abweicht.

Fazit

fa-

Der KEI – Keyword Effectiveness Index ist ein wichtiger Bestandteil einer Keywordanalyse, aber nicht die einzige Metrik, die bei der Priorisierung der Keywords berücksichtigt werden sollte. Der KEI kann variieren je nachdem welche Werte für das Suchvolumen und Konkurrenz zu Grunde gelegt werden. Am aussagekräftigsten ist der KEI, bei dem der Konkurrenz Wert mit Hilfe der erweiterten Google Suchoperatoren ermittelt wird.

Bei unserer beispielhaften Keywordanalyse des Optikers aus Düsseldorf, definiere ich Designer Brillen Herren als Fokus-Keyword für die Homepage.

Ich hoffe, Du weißt nun alles, was Du über den KEI wissen wolltest und solltest. Denkst du nun „Oh je, so eine Keywordsanalyse ist ja schon verdammt aufwendig und kompliziert“, dann kontaktiere doch einfach mich – ich helfe gerne!

Fragen & Kommentare

Fragen, konstruktive Kommentare und Verbesserungsvorschläge sind willkommen. Ich werde jede ernst gemeinte Frage beantworten – versprochen!

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